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Vorstandssitzung
16. März 2010
20:00 Uhr - 23:59 Uhr
Ort: Weinstube Dienhart

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Bei ihrer ersten von vier Kappensitzungen versetzten die Saarburger Narren vom Hau-Ruck die 500 Gäste in der restlos ausverkauften Stadthalle mit einem bunten, überaus kurzweiligen und niveauvollen Programm wieder zurück in die eigene Kindheit. Die Kindererlebniswelt für Erwachsene erfüllte alle närrischen Wünsche, angefangen von der mottogerechten Dekoration über Kostümierung und Ausstattung bis hin zu humorvollen Tanz-, Musik- und Wortbeiträgen… es passte wieder alles zusammen beim Hau-Ruck! Nachdem der Sitzungspräsident, der „kleine“ Johannes Kölling unsanft aus seinem Kinderschlaf geweckt wurde, ging die Party richtig los und die Aktiven „stürmten“ das Spielzimmer auf der Bühne. Im Anschluss an das Mottolied: „Gell mir han en schöne Stadt“ präsentierten die jüngsten Aktiven beim Tanz der Hau-Ruck Kindergarde (Leitung: Marion Lellig) sowie der Jugendgarde einen mit viel Spass und vollem Eifer vorgetragenen märchenhaften Tanz. Der Kobold „Pumuckl“ (Nicolas Lellig) und sein „Meister Eder“ (Peter Merten) knöpften sich als erstes die oft verrückte Welt der großen und kleinen Politik vor. Multitalent Peter Merten, - der auch für die Ideen bei Bühnenaufbau und Dekoration verantwortlich zeichnet und zusammen mit Philipp Hoffmann die Hau-Ruck-Videowand auf der Bühne mit humorigen Beiträgen fütterte – ließ in geschliffenem Reim das abgelaufene Jahr in und um Saarburg Revue passieren. Nachdem die Hau-Ruck Chorgruppe (Luitwin Fritz, Johannes Gitzinger, Edgar Lahr, Rudi Merz, Heinz Rassier, Michael Turbing,  Jürgen Fürmeyer, Christoph Görgen) wie mehrmals an diesem Abend, mit schwungvoll vorgetragenen Liedern und herrlich kostümiert für beste Stimmung im Saal sorgten, betrat mit Dr. Walter Thomas ein Newcomer die Hau-Ruck Bühne. Als „Schneewittchen“ berichtete er mit feinen Reimtexten vom oft nicht leichten Leben als Märchenfigur. Besonders groß geschrieben wird beim Hau-Ruck die Nachwuchsarbeit. Dies bewiesen unter anderem auch die Tänzerinnen der Jugendgarde (Leitung: Daniela Gillet). Mit einem temporeichen und ausdrucksvollen Marschtanz begeisterten sie das Publikum. Vom einem „Sonntag in Trier-Nord“ berichtete dann Gastredner Justin (Hardy Meyer) aus der ältesten Stadt Deutschlands und erntete für diesen im perfekten „trierisch“ vorgetragenen Witzvortrag großen Applaus. Den anschließend erscheinenden Star-Gast kann man nur mit folgenden Worten zitieren: „Ich nehme diesen Preis nicht an!“. Die attraktiven „Dissonanten Tanten“ vom Hau-Ruck (Walli Hoffmann, Gaby Heinz, Cordula Meier-Görgen, Antonia Kalle, Walli Merten, Evi Pauly und Silke Reinert) sorgten mit einer überaus niveauvollen Interpretation von „Mary Poppins“ für wohlige Stimmung im Saal. Ihr großes Talent als Solotänzerinnen stellten Kathrin Jager und Judith Wörz unter Beweis. Eine ausdrucksstarke Tanzdarbietung, der große Applaus des Publikums war der Dank für zusätzliche und harte Trainingsstunden. Er ist wie ein guter Wein… je älter umso besser: Berthold Kramp als Rathaustelefonist gehört seit Jahren zu den absoluten Höhepunkten des Hau-Ruck Programms. Erneut zog er alle Register seines Könnens, so dass die lokalen Politgrößen – aber auch seine liebe Schwiegermutter - vor keiner Überraschung sicher waren. Nachdem die bekannten „Original Wunderländer“ vom Musikverein Beurig – die jeden Büttenredner mit einer eigens auf den Votrag abgestimmten Musikstück begleiten – mit einer Stimmungsrunde die zweite Programmhälfte eröffnet hatten, konnte ein weiterer Hau-Ruck Neuling in der Bütt ein starkes Debüt feiern: „Film-Regisseur“ Alexander Krier berichtete über die Fernsehaufnahmen im Saarburger Land. Besonderheit: Sein exzellenter Reimvortrag bestand dabei nur aus Filmtiteln. Auch in diesem Jahr wagten sich die Bühnenassistenten und Techniker mit einem eigenen Auftritt auf die Hau-Ruck Bühne. Unter der Leitung von Nina Krotten präsentierten die 7 Jungs einen knallig fetzigen Tanz, der für beste Stimmung im Saal sorgte. Einen hervorragenden Auftritt bot das „streitbare“ Ehepaar Jutta Pfeiffer-Jungblut und Luitwin Fritz. Tolle Witze, hervorragende Mimik und Gestik sowie eine perfekte Vortragsdarbietung waren Trumpf. Das Hau-Ruck Sorglos-Theater (Idee und Leitung: Rainer Kind) ließ mit seiner „Saarburger Puppenkiste“ wirklich alle Puppen tanzen. Eine spritzig witzige Darbietung, bei der vorallem die ortskundigen die Zuschauer sich vor Lachen kringelten. Hübsche, austrainierte Damen, hervorragende Choreografie (von Daniela Gillet) und viel tänzerischer Anmut: Mit einer musikalischen Zeitreise verzauberte das attraktive Ballett nicht nur die männlichen Besucher. Für diese tolle Leistung war selbstverständlich eine weitere Fastnachts-Rakete fällig. “Napoleon Bonapacht de Schadall“, berühmtester Vertreter der „grande nation“ und bald letzter Franzose in Saarburg, schloss dann den Reigen der Büttenredner beim Hau-Ruck. Auch im 25. Jahr seines Auftretens konnte Andreas Jager mit zündenden Witzen und der ihm eigenen Vortragsweise zu später Stunde nochmals alle Lebens- und Narrengeister im Saal wecken. Mit einem großen bunten Finale endete ein wiederum sehr niveau- und humorvolles, buntes Fastnachts-Live-Programm, das dem Hau-Ruck wiederum alle Ehre machte und erklärt, warum seit Jahren die Eintrittskarten für die Saarburger Kappensitzung so überaus begehrt sind. Präsident Roland Hoffmann, seit Jahren Garant und „Gallionsfigur“ der traditionsreichen Gesellschaft, konnte zu Recht stolz auf seine vielköpfige Fastnachts-Mannschaft sein.